Tulum

Traumhaft schöne Karibikstrände

Kategorien: Yucatán Tulum Mexiko

Schier endlos scheint sich der strahlend weiße Sandstrand in beide Richtungen zu ziehen, kleine, lauschige Palmenhaine spenden angenehmen Schatten. Die Sonne scheint vom wolkenlosen, leuchtendblauen Himmel und lässt das in kleinen, ruhigen Wellen auf den Korallensand brandende Karibische Meer in den verschiedensten Grün- und Blautönen schimmern. Erhaben und mythisch zugleich wacht über allem die mächtige Silhouette eines uralten Maya-Tempels und verleiht der Szenerie etwas Magisches – der Urlaubsort Tulum im Nordosten der mexikanischen Halbinsel Yucatán verbindet wie kein zweiter Natur und Kultur, Moderne und Geschichte, Strandurlaub und Sightseeing sowie kulturelles Erleben.
Tulum - Meer© Simon Dannhauer / Fotolia

Längst kein Geheimtipp unter Backpacker und Abenteurern mehr, besuchen mittlerweile Urlauber aus aller Welt den kleinen Küstenort, um neben einem entspannten Badeurlaub an paradiesischen Karibikstränden sich gleichsam auf die Spuren der bewundernswerten, alten Hochkultur der Maya zu begeben. Einst ein wichtiges Zentrum der Maya Direkt an der karibischen Küste, der Riviera Maya, gelegen, war Tulum schon zu Maya-Zeiten ein bedeutendes Handelszentrum.

Dieser Wert sowie der mit dem Handel verbundene Reichtum der Siedler verwandelte die Siedlung in eine gut befestigte Stadt mit Stadtmauer, Hafen, verschiedenen Tempeln und weitere bedeutende Gebäude. Auch heute sind noch viele dieser Strukturen und Bauwerke erhalten und völlig zu Recht als „pueblo mágico“ ausgezeichnet worden - ein Prädikat, das nur äußerst sehenswerte Städte und Stätten mit historischer oder religiöser Bedeutung in ganz Mexiko tragen dürfen.

Knapp zwei Kilometer östlich des heutigen Ortes schmiegt sich die historische Maya-Ruinenstätte umgeben von lichtem Trockenwald an die Küste. Sie ist die einzige Maya-Stätte Mexikos, die direkt am Meer gelegen ist. Ob vom Landweg oder dem Meer aus, schon von weitem sichtbar, thront eines der bedeutendsten Bauwerke über der gesamten Anlage, das auch als Tempel des herabsteigenden Gottes bezeichnete Castillo. Im Templo de las Pinturas lassen sich verschiedenste kunstvoll gestaltete Fresken und Wandgemälde bewundern.

Aufgrund seiner reichen Wandbilder in grün-blauen Farben ist der Freskentempel eines der interessantesten Gebäude der Ruinenstätte. Die eindrucksvollen Fresken stellen den Maiskult dar und bezeugen die große Religiösität der Maya. Besonders erscheint auch der Tempel des Windes, denn er weist eine für die Architektur der Maya eher ungewöhnliche halbrunde Bauart auf. Einen erfrischenden Abschluss des Besuchs der Maya-Stätte stellt ein Sprung ins Meer im Bereich des Alten Hafens dar, der nicht nur früher pulsierendes Zentrum war, sondern auch heute eine beliebte Badestelle vor historischer Kulisse.

Karibisches Flair und türkisblaues Meer Doch der Strand an der Maya-Stätte ist bei weitem nicht die einzige Möglichkeit, in Tulum einen entspannten und sonnigen Badeurlaub zu verbringen. Über gut sieben Kilometer reihen sich an der Riviera Maya traumhaft schöne Sandstrände aneinander. Gemeinsam mit den ganzjährig warmen Temperaturen und dem sonnreichen, tropischen Klima finden Badeurlauber und Sonnenhungrige hervorragende Bedingungen für erholsame Strandtage vor.

Das der Küste vorgelagerte Riff schützt die Strände vor zu starkem Wellengang und ermöglicht so auch Familien mit Kindern die Möglichkeit zum ausgiebigen Baden und Schwimmen. Wer Entspannung und Ruhe sucht, auf denjenigen warten gemütliche Hängematten im Schatten der an den Strand angrenzenden Palmen, die einen den stressigen Alltag vergessen lassen. Doch das Riff schafft nicht nur lagunenartige Badebedingungen, es hält auch für Taucher und Schnorchler die eine oder andere Überraschung bereit. Die bunte Unterwasserwelt aus Fischen und Korallen ist ein unvergleichliches Naturschauspiel.
Tulum - Maya Ruinen© swisshippo / Fotolia

Freunde der Unterwasserwelt ist jedoch nicht nur das Riff empfehlenswert, auch ein Besuch der zahlreichen Unterwasserhöhlen bleibt unvergessen. Die mit Süßwasser gefüllten „Cenotes“ in der karstigen Umgebung Tulums sind wahrscheinlich Teil eines der größten Unterwasserhöhlensysteme auf unserer Erde, ganz sicher aber eine faszinierende und spannende Reise in eine größtenteils noch unbekannte und von verschiedenster Unterwasserflora und –fauna geprägte Welt.

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Wo befindet sich Tulum


Empfehlungen & Tipps

Cenoten

Atem(be)raubende Naturwunder Mexiko

Bei Cenoten handelt es sich um Wasserlöcher, welche zu unterirdischen und mit Süßwasser gefüllten Höhlensystemen führen. Weltweit gehören Cenoten zu den beliebtesten Spots zum Tauchen, da sie mit kristallklarem Wasser gefüllt sind und entsprechend eine weite Sicht auf die außergewöhnliche Unterwasserwelt bieten, sowie eine einzigartige Flora und Fauna. An den Ufern der Cenotenöffnungen sind Sumpfschildkröten und Schlammschildkröten beheimatet, im Wasser sind einige seltene oder gar endemische Fischarten heimisch. Die "Grand Cenote" nähe Tulúm ist wegen ihrer spektakulären und natürlich entstandenen Höhlensysteme sehr beliebt bei Tauchern und Touristen und gilt als eine der bekanntesten Cenoten Mexikos. Die "Cenote Carwash" hingegen gleicht mehr einem tropischen Süßwassersee und ist daher nicht nur zum tauchen sondern auch zum schnorcheln hervorragend geeignet. Bereits die Maya bewunderten Cenoten und benannten sie daher als "Heilige Quellen" und nutzten sie als Brunnen. Sie verwendeten sie zudem als Opferstätten, wodurch Forscher heutzutage immer neue Fundstücke wie etwa Schmuck, Keramikgefäße oder auch Überreste von Mensch und Tier zutage fördern und somit ein Abbild einer längst vergangenen Zivilisation ergattern können. Ein Besuch der Cenoten verspricht Abenteuer in schier unendlich weiten Höhlen und unterirdischen Wasserläufen, eine einzigartige Tier- und Unterwasserwelt und natürlich eine willkommene Abkühlung im klaren, türkisfarbenen Wasser.

Tipp: Gerade weil immer mehr Touristen die traumhaften Cenoten besuchen wollen, können gerade größere und bekanntere Wasserlöcher vor allem um die Mittagszeit gut besucht sein. Wir empfehlen daher sich vorab nach (weniger bekannten) Nebeneingängen zu informieren und für einen entspannten Besuch die Morgenstunden zu wählen.


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